Grundprinzipien
Was zieht sich durch alles?
Aus Jimmys Gedanken sind Manifeste entstanden, von unten nach oben. Aus ihnen leiten sich Grundgesetz, Gesetze und Regeln ab. Über allem liegt ein Maß: so wenig wie möglich, so viel wie nötig. Dazu kommen: einfach, aber verschachtelt; Bestehendes zuerst; nichts doppelt bauen; nichts zweimal sagen müssen; Altes ins Archiv, statt es zu verneinen; das System wächst wie eine Pflanze. Die Prinzipien bleiben stabil, die Technik darunter darf wechseln. Regeln sind ein Gerüst, kein Käfig: Sie halten in der Bahn, ohne einzuengen.
Grundsätze
01So wenig wie möglich, so viel wie nötig.
Für Worte und Berichte, Tests und Sicherungen, Regeln und Kontext, Instanzen und Kosten. Das Überflüssige ist Gewicht, das jeder Schritt mittragen muss; das Nötige wird ganz getan. Will Jimmy mehr, gilt mehr. Es zieht sich durch alles, auch durch Seiten und Apps.
02Alles geht, nichts muss.
Jimmys Prinzip nach außen hin.
noch nicht so (nirgends festgeschrieben, siehe Offen)
03Einfach, aber verschachtelt.
Dinge einfach haben und einfach halten, aber so, dass man tiefer und tiefer gehen kann. Jimmy will nicht permanent von Informationen überfordert werden; braucht er mehr, ist es in jedem Moment erreichbar. Komplexe Themen kommen als einklappbare Übersicht.
04Bestehendes zuerst.
Was es schon gibt, wird genutzt und erweitert, statt daneben ein zweites zu bauen. Zwei Einrichtungen für einen Zweck brauchen einen dokumentierten Grund.
05Etabliertes nicht neu erfinden.
Was in einem Bereich etabliert ist, wird nicht konzeptionell oder gestalterisch neu gemacht. Eine Änderung braucht einen Grund, der so gut ist, dass die anderen 99 % mitziehen.
06Nichts zweimal sagen müssen.
Jede Antwort Jimmys wird so abgelegt, dass dieselbe Frage nicht wiederkommt. Baut man das Gleiche noch einmal, dauert es nicht länger, und Jimmy muss nicht alles noch einmal sagen. Dafür gibt es Referenzen, Manifeste, Prinzipien und Grundgesetze.
noch nicht so (Jimmy 31.10.: „Wird nicht wieder passieren“ – und es passiert wieder, 7)
07Vereinfachen und nutzen, was da ist.
Vereinfachen, nichts wiederholen, das nutzen, was Jimmy hat. Das System bleibt erweiterbar, anpassbar und dynamisch, auch darin, wie Informationen aktualisiert werden.
08Einmal bauen, wiederverwenden.
Dinge werden einmal gebaut und wiederverwendet, weil dann gewährleistet ist, dass sie funktionieren. Sie werden besser oder verändert, aber nie schlechter; ihre Grundfunktion muss man nicht mehr in Frage stellen. Eine Änderung trifft nur das Benannte, alles andere bleibt. Mehr dazu: Module und Versionierung.
noch nicht so (10)
09Ein Fehler zählt erst, wenn er Ergebnisse zurückhält.
Früh entdeckt und behoben ist er kein Fehler mehr. Mehr dazu: Ergebnisse und Qualität.
10Nicht verneinen, sondern entfernen.
Was einmal war, wird nicht als „gilt nicht mehr“ stehen gelassen, sondern an der Quelle ersetzt oder entfernt. Die Herkunft bleibt im Archiv auffindbar. Regeln beschreiben den gültigen Sollzustand, positiv und konkret.
11Wachsen wie eine Pflanze.
Das System ist lebendig. Was nicht mehr trägt, stirbt ab und wird nach einer Zeit ausgemustert. Was lebt, zieht in neue, bessere Strukturen um. Was immer wächst, wie das Second Brain, wird gepflegt. Das System soll wachsen, nicht wuchern.
12Gerüst, nicht Käfig.
Die Ordnung gibt Halt, damit Projekte fertig werden. Zu strikte Regeln behindern Bauen und Probieren; sauber sein muss die Oberfläche, darunter darf es leben. Das Regelwerk hält in der Bahn, ohne einzuengen.
13Ein Ort für jedes Ding.
Jedes Ding hat seinen Ort und seinen Namen. Ordnung ist kein Selbstzweck; sie spart jede spätere Suche und jede doppelte Arbeit. Mehr dazu: Orte und Namen.
14Prinzipien bleiben, Technik wechselt.
Grundsätzliches wird einmal definiert und nicht ständig neu. Es wird geschärft oder vereinfacht. Im Hintergrund darf sich Technik ändern: weniger Module, ein anderes Sprachmodell, weniger Arbeit am Bildschirm.
15Von unten nach oben.
Die Manifeste sind aus Input, Gedanken und Prinzipien entstanden. Aus ihnen leiten sich Regeln und Gesetze ab, die man aufklappen und sehen kann. Je höher ein Satz steht, desto weniger Worte braucht er und desto sorgfältiger muss er sein.
16Stabil wie eine Festung.
Das System soll funktionieren „wie eine Festung, stabil, zuverlässig, systematisch“: gelockt, stetig und bestätigt.
17Nicht jedem Trend hinterher.
Sind Stände und Formate gut genug und funktionieren, muss man nicht auf jeden Trend aufspringen.
18Wenige tiefe Wurzeln, viele lebendige Zweige.
Das Schlussbild des Manifests: Ein System, das Früchte trägt, braucht beides.